Die Kuratorinnen und Kuratoren der Hanns-Lilje-Stiftung

Warum wir uns engagieren

Prof. Dr. Volker Kirchberg (Foto: privat)

„Als Sozialwissenschaftler liegt mir daran, dass insbesondere sozial- und kulturwissenschaftliche Diskurse helfen, die Bedeutung der Wissenschaft für das Zusammenleben der Zivilgesellschaft zu erkennen und zu stützen. Künste und Kulturen (beides im Plural!) haben mehr als eine Bildungsfunktion der ästhetischen Erziehung; ihre gesellschaftsgestaltende Kraft kann noch weitaus mehr gefördert werden. Dass die evangelische Kirche als Institution und der Glaube als Wertesystem diese zentralen Bereiche gesellschaftlichen Lebens nicht nur diskursiv begleiten, sondern auch umsetzen, möchte ich voranbringen.“

Prof. Dr. Volker Kirchberg, Vorsitzender des Kuratoriums,
Professor für Soziologie der Künste, Institut für Soziologie und Kulturorganisation, Leuphana Universität Lüneburg

 

Björn Cornelius Bertram (Foto: Jens Schulze)

„Die Zukunft von Politik und Gesellschaft in den Blick zu nehmen, den Dialog zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen zu fördern und dadurch zum Nach- und Überdenken anzuregen sowie Demokratie und Beteiligung zu stärken ist mir ein Herzensanliegen – insbesondere in Zeiten, in denen demokratische, humanitäre und christliche Werte in Frage gestellt werden.“

 

Björn Cornelius Bertram,
Leiter des Bildungshauses der Stadt Wolfsburg

 

Reinhard Bingener (Foto: Jens Schulze)

„Der Dialog zwischen Kirche, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur liegt mir am Herzen. Nur ein beständiger, freier und öffentlicher Austausch von Argumenten macht es möglich, die echten Herausforderungen von Scheindebatten, Aufgeregtheiten und Ablenkungsmanövern zu unterscheiden. Solche Konzentration auf das Wesentliche ist aus meiner Sicht fester Bestandteil christlich-humaner Weltverantwortung. Deshalb engagiere ich mich in der Hanns-Lilje-Stiftung.“

Reinhard Bingener,
Politischer Korrespondent bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Hannover

 

Dipl.-Kffr. Kirsten Greten (Foto: privat)

„Parallel zu steigender Komplexität und zunehmender Digitalisierung im unternehmerisch-gesellschaftlichen Umfeld gewinnt werteorientiertes Denken und Handeln immer mehr an Bedeutung. Christliche Werte sind aus meiner Sicht hierbei Orientierung und Fundament zugleich. Die Hanns-Lilje-Stiftung ermöglicht in diesem Spannungsfeld den Dialog über zukunftsweisende Ideen, deren projektbezogene Umsetzung mich begeistert.“

 

Kirsten Greten,
Unternehmensberaterin und Business Coach, Sichtwerker, Gronau

 

Dr. Elke Gryglewski (Foto: Martin Bein, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten)

„Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zur Orientierung in der Gegenwart und zur Gestaltung der Zukunft ist bleibend wichtig. Sie wirkt umso nachhaltiger und produktiver, wenn sie von unterschiedlichen gesellschaftlichen Kreisen getragen und mitgestaltet wird. Ich engagiere mich in der Hanns-Lilje Stiftung, weil sie als kirchliche Einrichtung eine wichtige Perspektive in dieser Frage einbringt und gleichzeitig den Dialog und die Auseinandersetzung ermöglicht und fördert.“

 

Dr. Elke Gryglewski,
Geschäftsführerin der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten, Celle

 

Joy Devakani Hoppe (Foto: Gemeinde Altona-Ost)

„If you have come here to help me you are wasting your time, but if you have come because your liberation is bound up with mine, then let us work together. (Lilla Watson)
Als Dalit-Theologin ist der Glaube eine Grundlage für mein Leben und mein Handeln in dieser Gesellschaft. Als Dalit-Frau, die aus einer marginalisierten Gesellschaft stammt, ist es meine Priorität, mich an die Seite derer zu stellen, die Diskriminierung auf ganz unterschiedliche Weise erfahren. Ich möchte mich für einen gerechten Frieden einsetzen. Wir leben in einer Parallelwelt; es ist wichtig, einen Raum zu schaffen, in dem verschiedene Menschen zusammenkommen und miteinander diskutieren können. Ohne Dialog können wir weder unsere Unterschiede verstehen noch wie wir als menschliche Gemeinschaft miteinander verbunden sind. Ich möchte einen kritischen Blick auf die Machtstrukturen werfen und sie durch ein Bildungsprofil aus der Perspektive des globalen Südens dekonstruieren. Dazu bietet die Hanns-Lilje-Stiftung hervorragende Möglichkeiten. Let’s work together.“

Joy Devakani Hoppe
indische Dalit-Theologin und Pastorin in der Ökumenischen Arbeitsstelle Weitblick, Hamburg

 

Christoph Meinecke (Foto: UVN)

„Die christliche Wertordnung und das christliche Menschenbild sind ein Fundament unserer Gesellschaft. Wir leben in gesellschaftlich stürmischen Zeiten, da brauchen wir so ein Fundament umso mehr. Ich komme aus der Wirtschaft und vertrete den Gedanken der sozialen Marktwirtschaft. Das bedeutet auch immer die soziale Absicherung der Beschäftigten und ihrer Familien. Das hält unsere Gesellschaft zusammen. Hier gibt es viele Schnittmengen zur christlichen Wertordnung. Deswegen engagiere ich mich gerne für die Hanns-Lilje-Stiftung.“

Christoph Meinecke,
Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen e.V. (UVN)

 

Dipl.-Ing. Maria Pfitzner (Foto: Jens Schulze)

„In einer Gesellschaft, die zunehmend Vereinfachungen und Polarisierungen zulässt, sind der differenzierte Dialog, wie ihn die Hanns-Lilje-Stiftung ermöglicht, und die Förderung von Kunst und Kultur unverzichtbarer Bestandteil für unser gesellschaftliches Fundament.“

 

 

 

Dipl.-Ing. Maria Pfitzner,
Architektin, Büro pfitzner moorkens architekten PartG mbB, Hannover

 

 

Prof. Dr. Thomas Schwark (Foto: privat)

„Zweifellos stellt die fortschreitende Digitalisierung eine umfassende herausforderung an unser Arbeits-, Konsum- und Kommunikationsverhalten dar. Mit ihrer Förderung von Kunst und Kultur, Musik und Literatur kann die Hanns-Lilje-Stiftung mithelfen, Sinnsuche und ästhetische Bedürfnisse außerhalb digitaler Welten zu identifizieren und analoge Erfahrungsräume offen zu halten bzw. neu zu eröffnen.“

 

Prof. Dr. Thomas Schwark,
Direktor der Museen für Kulturgeschichte Hannover i.R.

 

Friedrich Selter (Foto: Sprengel Osnabrück)

„Kunst und Kultur sind Kommunikationsformen, die überraschende Einsichten in unsere Welt und unser eigenes Sein eröffnen. Sie überwinden Barrieren von Sprachen und Herkunft, manchmal auch von Jahrhunderten. Die Hanns-Lilje-Stiftung fördert innovative Projekte, die diese Dimensionen miteinander in Beziehung setzen und damit zugleich Wissenschaft und Theologie ins Gespräch bringen. Dass dabei auch Jugendliche als Akteure im Blick sind, finde ich besonders gut.“

Friedrich Selter,
Regionalbischof für den Sprengel Osnabrück

 

Prof. Dr. med. Corinna Trebst (Foto: K. Kaiser, MHH)

„Als Ärztin, Neurologin und Neurowissenschaftlerin beschäftige ich mich mit seltenen chronischen autoimmunen Erkrankungen des Nervensystems. Mir ist dabei unter anderem wichtig, dass die Betroffenen individuell in ihrer persönlichen – auch spirituellen Welt – gesehen werden. Meine Erfahrungen in der klinischen und wissenschaftlichen Arbeit mit und für diese Patient:innen in interdisziplinären, interprofessionellen und interkonfessionellen Teams bringe ich gerne in die Arbeit des Kuratoriums der Hanns-Lilje-Stiftung ein. Es ist mir eine große Ehre, in das Kuratorium berufen zu werden und ich freue mich auf die Arbeit und Zusammenarbeit im Kuratorium der Stiftung.“

Prof. Dr. med. Corinna Trebst,
Stellv. Direktorin der Klinik für Neurologie und Stellv. Vorstand des Ressorts Krankenversorgung der Medizinischen Hochschule Hannover

 

Sabine Ulrich (Foto: Rotenburger Werke der Inneren Mission gGmbH)

„In einer Welt, die sich rasant wandelt, sind Werte wie Freiheit und Verantwortung von unschätzbarer Bedeutung. Sich immer wieder neu darüber zu verständigen, ist die Herausforderung, vor der die Menschen unabhängig von Sprache und Herkunft jetzt und in Zukunft stehen werden. Die Hanns-Lilje-Stiftung fördert diesen Dialog auf vielfältigste Weise vor dem Hintergrund christlicher Grundwerte. Kunst und Kultur können Wegbereiter dieser Auseinandersetzung sein.“

 

Sabine Ulrich,
Geschäftsführerin Personal, Rotenburger Werke der Inneren Mission gGmbH